Teilnahme an digitalen Veranstaltungen

Eine der wenigen positiven Auswirkungen der Pandemie ist die ermöglichte Teilnahme an digitalen Workshops auf der ganzen Welt. Am 29.10.2020 konnten Mitarbeiter*innen der wb-ibb am frühen Morgen ein Philippinisches Forum von TESDA zur Einbindung der Industrie (insbes. Bausektor, Logistik, Gesundheit) in die Berufsbildung verfolgen. Am Nachmittag des 29.10. reisten wir virtuell nach Chile zur Abschlussveranstaltung des Projekts EXCOCHILE mit dem Titel: Aus- und Weiterbildung im chilenischen Bergbau – Im Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

In den Philippinen liegt in der Berufsbildung der Fokus auf den „Employment Outcomes“ und der “National Skills Development Plan” aus 2018 hat zum Ziel, die Angebote beruflicher Bildung agil und flexibel auf die Bedürfnisse der Wirtschaft anzupassen. Gleichzeitig wird intensiv versucht, überhaupt Betriebe an der Ausbildung zu beteiligen.


Vom Projekt EXCOCHILE führten Lorena Olivares (CAMCHAL) und Karina Rodríguez (FIBS) durch die zweisprachige Veranstaltung, die in beide Richtungen simultan übersetzt wurde.

Interessante Beiträge der Camara Chileno-Alemana (CAMCHAL, AHK Chile), dem Innovationszentrum für Humankapital (Fundación Chile FCH), des Rates für Bergbaukompetenz (CCM) sowie den Mitarbeiter*innen des Konsortialführers FIBS skizzierten das Spannungsfeld von Nachhaltigkeit und Digitalisierung, in dem sich der chilenische Bergbau und damit verbundene Berufsbildungsaktivitäten bewegen.

Den Abschluss der Veranstaltung stellte Frau Yorcelis Cruz-Vorbröcker die Hauptergebnisse des Sondierungsprojekts vor. Sie schilderte die Schwächen und Herausforderungen, aber auch die Stärken und Chancen für deutsche Bildungsanbieter der beruflichen Aus- und Weiterbildung im chilenischen Bergbau. Die abgeleiteten Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der beruflichen Bildung im Kontext Bergbau-Digitalisierung-Nachhaltigkeit hoben, mit Blick auf die fünf Kernprinzipien, vor allem die (Schaffung dualer) Lernorte sowie die Qualifizierung von Ausbildungspersonal hervor. Handlungsbedarf gilt im Bereich der Industrie 4.0 vor allem für Kleinstunternehmen und KMU. Das Thema Nachhaltigkeit wurde sowohl im nationalen Qualifikationsrahmen als auch im Bereich der staatlichen Förderungen als noch unterrepräsentiert dargestellt – ihm gegenüber steht jedoch eine positive Sicht der Akteure im Land auf den Wandel.

Der Abschlussbericht wurde für Dezember 2020 angekündigt.